Beschreibung
Es klingt wie ein Brief an die Zukunft – nicht über Persönliches, sondern über das, was eine ganze Generation erlebt hat. Die Fragen, die die Kinder„später “stellen werden, hängen in der Luft: War es warm, konnten sie lieben, warum brach die Welt zusammen, während jemand Lieder über die Freiheit sang? Und in diesen Fragen spürt man die Angst, keine Antwort zu finden – aber auch die Entschlossenheit, wenigstens einen Teil der Wahrheit zu hinterlassen.
Die Musik steigt empor wie eine Kundgebung aus Flüstern, das sich in einen gemeinsamen Schrei verwandelt. Sie handelt davon, dass manchmal nur noch bleibt, sich zu vereinen, sich an den Händen zu halten und zu wiederholen:„on dira “. Und in dieser Beharrlichkeit liegt sowohl Bitterkeit als auch Hoffnung: Auch wenn morgen die Frage zu spät gestellt wird, kann man heute noch laut singen.
Songtext und Übersetzung
Original
Aux enfants de demain qui nous demanderont si nous avions du pain et ce que nous faisions, si l'été était chaud, si l'hiver était pur, si nous trouvions les mots pour parler du futur.
Lorsqu'ils demanderont comment un monde s'effondre, qu'oserons-nous répondre?
Aux enfants de demain qui nous demanderont si nous avions du vin et si nous nous aimions, si l'aube était sereine, si la nuit était tendre, quelles étaient nos peines, qu'avions-nous à attendre?
Et si on a osé toujours désobéir, que trouverons-nous à dire?
Peut-être dirons-nous qu'on était une poignée, quelques-uns, quelques-unes, puis soudain des milliers à se passer le mot, qu'importent les pressions, et à porter bien haut toutes nos convictions, à donner de la voix, à se donner la main, à lutter pour hier, à lutter pour demain. On dira, on dira.
Est-ce que ça suffira?
On dira, on dira qu'on criait pour Gaza.
Aux enfants de demain qui ne comprendront pas comment ce fut possible à une époque comme ça, à une époque où tout se sait dans l'immédiat, que disait quel ministre, que montrait quel média.
Lorsqu'il sera trop tard pour oser se morfondre, qu'oserons-nous répondre?
Aux enfants de demain qui demanderont un jour que disaient nos refrains, est-ce qu'ils parlaient d'amour, de lutte, de justice ou tout ça à la fois?
Ou est-ce que les artifices prenaient quand même le pas à l'avant-scène d'un monde à feu et à sang?
Qu'écoutait-on vraiment?
Peut-être dirons-nous qu'on était une poignée, quelques-uns, quelques-unes, puis soudain des milliers à se passer le mot, qu'importent les pressions, et à porter bien haut toutes nos convictions, à donner de la voix, à se donner la main, à lutter pour hier, à lutter pour demain.
On dira, on dira.
Est-ce que ça suffira?
On dira, on dira qu'on pleurait pour Gaza.
Aux enfants de demain qui nous demanderont si malgré nos combats, nos bonnes intentions, on est sûr et certain d'avoir vraiment tout fait quand la bande de Gaza devant nous s'éteignait, quand la bande de Gaza s'éteignait peu à peu devant les caméras et juste sous nos yeux.
Lorsqu'il sera trop tard pour oser se morfondre, qu'oserons-nous répondre?
Qu'oserons-nous répondre?
Deutsche Übersetzung
An die Kinder von morgen, die uns fragen werden, ob wir Brot hatten und was wir getan haben, ob der Sommer heiß war, ob der Winter rein war, ob wir die Worte fanden, um über die Zukunft zu sprechen.
Was dürfen wir sagen, wenn sie fragen, wie eine Welt zusammenbricht?
An die Kinder von morgen, die uns fragen werden, ob wir Wein getrunken haben und ob wir uns geliebt haben, ob die Morgendämmerung heiter war, ob die Nacht zart war, was waren unsere Sorgen, worauf mussten wir warten?
Und wenn wir es immer wagten, ungehorsam zu sein, was werden wir dann sagen?
Vielleicht werden wir sagen, dass es eine Handvoll von uns gab, ein paar, ein paar, dann plötzlich Tausende, um die Botschaft zu verbreiten, ungeachtet des Drucks, und um alle unsere Überzeugungen laut auszusprechen, um unsere Meinung zu sagen, uns die Hände zu reichen, um für gestern zu kämpfen, um für morgen zu kämpfen. Wir werden sagen, wir werden sagen.
Wird es reichen?
Wir werden sagen, wir werden sagen, dass wir nach Gaza geschrien haben.
An die Kinder von morgen, die nicht verstehen werden, wie das in einer Zeit wie dieser möglich war, in einer Zeit, in der alles sofort bekannt ist, was welcher Minister gesagt hat, was in welchen Medien gezeigt wurde.
Was werden wir zu sagen wagen, wenn es zu spät ist, Trübsal zu wagen?
An die Kinder von morgen, die eines Tages fragen werden, was in unseren Chören gesagt wurde: Ging es dabei um Liebe, Kampf, Gerechtigkeit oder um alles gleichzeitig?
Oder standen die Kunstgriffe immer noch im Mittelpunkt einer Welt voller Feuer und Blut?
Was haben wir wirklich gehört?
Vielleicht werden wir sagen, dass es eine Handvoll von uns gab, ein paar, ein paar, dann plötzlich Tausende, um die Botschaft zu verbreiten, ungeachtet des Drucks, und um alle unsere Überzeugungen laut auszusprechen, um unsere Meinung zu sagen, uns die Hände zu reichen, um für gestern zu kämpfen, um für morgen zu kämpfen.
Wir werden sagen, wir werden sagen.
Wird es reichen?
Wir werden sagen, wir werden sagen, dass wir um Gaza geweint haben.
An die Kinder von morgen, die uns fragen werden, ob wir trotz unserer Kämpfe und unserer guten Absichten sicher und gewiss sind, dass wir wirklich alles getan haben, als der Gazastreifen vor uns verschwand, als der Gazastreifen nach und nach vor den Kameras und direkt vor unseren Augen verschwand.
Was werden wir zu sagen wagen, wenn es zu spät ist, Trübsal zu wagen?
Was dürfen wir antworten?