Beschreibung
Masterer, Produzent: Luca Eberhard
Gesang: Luca Eberhard
Komponist, Texter: Luca Eberhard
Songtext und Übersetzung
Original
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind; er hat den Jungen wohl in dem Arm, er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.
Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? Sieht, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlkönig mit Kron' und Schweif? Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.
Du liebes Kind, komm, geh mit mir! Gar schöne Spiele spiel' ich mit dir; manch' bunte Blumen sind an dem
Strand, meine Mutter hat manch gülden Gewand. Mein Vater, mein Vater!
Und hörest du nicht, was er, der König, mir leise verspricht?
Sei ruhig, bleib ruhig, mein Kind; in dürren Blättern säuselt der Wind. Wind, Wind!
Feiner Knabe, du mit mir geh'n, meine Töchter soll'n dich warten schön; meine Töchter führen den nächtlichen Reihn und wieg'n und tanzen und singen dich ein. Mein Vater, mein
Vater! Und siehst du nicht dort der Königstöchter am düstern Ort?
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh' es genau: scheinen die alten Weiden so grau.
Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt; und bist du nicht willig, so brauche ich Gewalt.
Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an! Der Erlkönig hat mir ein
Leids getan.
Dein
Vater!
Mein Vater.
Dem Vater grauset's; er reitet geschwind, er hält in den Armen das ächzende Kind, erreicht den Hof mit Mühe und Not; in seinen Armen das Kind war tot.